DER DOKKER WIRD ENTDRÖHNT

Die Geräuschkulisse in einem fahrenden Auto ist ein sehr subjektives Empfinden. Der eine findet es ruhig, der andere findet es laut. Die Fahrgeräusche kommen durch den Fahrtwind, das Abrollen der Reifen, dem Motor, Fahrwerkspoltern und auch dem Schwingen des Bleches zustande. Ich empfinde den Dacia Dokker nicht als zu laut, aber ich denke, man kann das sicherlich optimieren. Ist aber natürlich eine individuelle Geschichte, jeder wie er es mag und braucht.

Die für mich einfachste Methode ist zuerst das Entdröhnen der Karosserie, des Bleches also. Hierbei ist aber zu beachten, dass es nur wenig leiser im Auto oder die Geräuschkulisse angenehmer wird. Deswegen habe ich mir eine Rolle Alubutyl (*) gekauft und diese im Dokker erstmal an den Hecktüren, am Dach und der Motorhaube verarbeitet. Wie ich das gemacht habe, verrate ich euch in diesem Artikel und in einem Video. Das Video findest du am Ende diese Beitrages.

Was ist Alubutyl?

Alubutyl besteht aus selbstklebendem Butylkautschuk und einer Aluminium-Trägerfolie und wird zur Schallisolierung genutzt. Es ist nicht als Dämmmaterial geeignet, sonder um das Dröhnen oder das Schwingen des Bleches der Karosserie zu minimieren. Alubutyl kann man ganzflächig verarbeiten, ich habe mich aber nur für einzelne größere und kleinere Stücke an den bestimmten Blechflächen entschieden. Ein kurzer Blick auf das Gewicht: 2 m² Alubutyl (welches ich verwendet habe) bringt es auf fast 8 kg, denn erst durch das Eigengewicht wird das Schwingen des Bleches unterbunden. Das Alubutyl (*) habe ich als Rolle mit ein Länge von 5 m, einer Breite von 40 cm 40 cm und eine Dicke von 2mm gekauft.

Was braucht man an Werkzeug?

Man braucht auf jeden Fall Handschuhe, da die Aluminium-Trägerfolie scharfe Kanten hat. Zum Schneiden des Alubutyl reicht ein scharfes Messer (*). Das Alubutyl muss gut am Blech angedrückt werden, da kann man z.B. diese Rolle (*) verwenden. Zum Entfernen der Clips habe ich ein Set mit Clip- und Zierleistenlösern (*) verwendet.

Die Hecktüren

Angefangen habe ich mit den Hecktüren und hier mit der rechten Tür. Mit dem Cliplöser kann man leicht die Clips lösen, ohne sie zu beschädigen. Die Clips können danach weiterverwendet werden. Hinter der Verkleidung sieht man, dass schon etwas Material zur Entwöhnung vom Werk aus verwendet worden ist, allerdings nicht zu großflächig. Ich schneide mit nun passende Stücke von der Alubutylrolle ab und bringe diese an freien Blechteilen an. Einige Stück bringe ich auch an der zu mir gewandten Innenseite an.

Das Alubutyl sollte fest an das Blech angedrückt werden. Menge und Größe habe ich nach Gefühl gemacht, so dass ich nicht zu viel Gewicht in die Tür bekomme, das Dröhnen aber gestoppt wird. Durch Klopfen auf das Blech kann man das auch testen. Einen Vorher-/ Nachher-Klopftest findet ihr übrigens unten im Video. Wenn ihr euch das Video anschaut, bitte darauf achten das es nicht unbedingt leiser ist (aber sein kann), aber der Nachhall des Bleches verschwindet.

Nun kann die Verkleidung einfach wieder angebracht werden. Das gleiche Vorgehen habe ich danach auch bei der linken Hintertür angewendet, hier geht es ganz genau so.

Das Dach

Danach aber ich mich der größten Blechfläche zugewandt, dem Dach. Der Dachhimmel kann einfach durch Entfernen der entsprechenden Clips gelöst werden. Den vorderen Teil des Dachhimmels über den Vordersitzen habe ich dran gelassen, weil ich sonst noch das vordere obere Fach hätte abbauen müssen. Es geht aber auch so, den Dachhimmel kann man leicht und vorsichtig knicken und runterziehen. Die entstehenden Falten gehe nach dem Zusammenbau wieder weg. Nur bitte nicht zu stark, sonst beschädigt man den Himmel.

Nach dem Lösen findet man hier auch schon zwei Entdröhungsmatten vom Werk vor. Hier habe ich einfach noch ein paar Stück Alubutyl drumherum geklebt. Im Gegensatz zu den Hecktüren sollte man aber hier darauf achten, diese nicht zu klein zu schneiden. Das Dach ist eine sehr große Blechfläche, die erst mit der entsprechenden Menge Alubutyl ruhig zu bekommen ist. Bei mir war übrigens Kondenswasser unter dem Dachhimmel, das man natürlich wegwischen muss, damit der Kleber gut haftet. Auch hier findet ihr einen Klopftest im Video unten.  Ein großer Unterschied ist das, denn das Blech des Daches klingt nun viel dumpfer. Hier scheint die Entdröhnung am meisten zu bringen.

Danach kann der Dachhimmel einfach wieder befestigt werden.

Die Motorhaube

Ich habe auch Alubutyl an der Unterseite der Motorhaube angebracht, da diese auch ziemlich stark schwingen kann. Hierzu muss nur die vorhandene Dämmmatte entfernt werden. Dazu werden wieder nur ein paar der bereits bekannten Clips gelöst. Ich hatte vorher extra nachgelesen, dass die Motorwärme dem Kleber des Alubutyl nichts anhaben kann. Da wo die Dämmmatte war, habe ich zwei größere Stücke Alubutyl angeklebt und die Matte wieder mit den Clips befestigt. Fertig!

Ein paar Tage später habe ich noch die Vordertüren schallisoliert. Wie ich das gemacht habe, findet ihr in diesem Beitrag.

Das Video zum Artikel

Auch zu diesem Beitrag habe ich auf meinem YouTube-Kanal ein Video veröffentlicht. Hier findest Du den Inhalt dieser Seite nochmal in Bewegtbildern vorgetragen. Viel Spaß!

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