MEIN AUSBAU ZUM MINICAMPER (VERSION 2)

Obwohl ich meinen ersten Ausbau des Dacia Dokker zum Minicamper sehr gut gefunden habe, sind mir bei den ersten Ausflügen ein paar Sachen aufgefallen, die mir nicht ganz so gut gefallen haben. Wahrscheinlich muss man manche Dinge erst ausprobieren, um zu erfahren, wie es und was besser sein kann. Wer diesen ersten Ausbau noch nicht kennt, kann diesen sich hier gerne anschauen.

Alter Ausbau

Die Gründe für den neuen Ausbau zum Minicamper

Erstmal hat mir eine Heizung gefehlt. Ich hatte ich ja bereits beim ersten Ausbau darüber nachgedacht, mich aber dazu entschieden es erstmal ohne Luftheizung zu probieren. Auf meiner ersten langen Tour mit dem Minicamper war das Wetter aber eher schlecht und regnerisch, so dass ich immer mit nassen Klamotten in den Camper zurück gekommen bin. Bei Temperaturen von 8 bis 10 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit war es mit fast unmöglich die klammen Kleidungsstücke wieder trocken zu bekommen. Dazu kam, dass die eh schon hohe Luftfeuchtigkeit im Minicamper nacht durch meinem Atem deutlich zugenommen hatte.

Hier wurde mir klar, dass ich mir den Luxus einer Heizung gönnen möchte. Nur zum Schlafen hab ich einen guten Schlafsack, auch für niedrige Temperaturen, aber insgesamt ist eine Heizung doch viel angenehmer und macht doch einige Sachen leichter.

Als zweiten Punkt habe ich den fehlenden Sitzkomfort bei meinem kleinen eingebauten Sitz unterschätzt. Die Beine längere Zeit nicht ausstrecken zu können und keine richtige Rückenlehne zu haben, hat dafür gesorgt, dass ich immer nur kurz gesessen habe. An produktiv im Minicamper arbeiten war ich damit weit entfernt.

Als meine Frau und ich uns dann dazu entschieden haben, unsere Hunde nur noch im „Erstfahrzeug“ zu transportieren, war mir klar, dass mein modularer (und immer noch guter) Ausbau für meine Erfahrungen überholt war.

Die Planung der Version 2

Ende Dezember 2019 habe ich mich dann an die Planung des verbesserten Minicampers gemacht. Ich hatte schon seit einigen Wochen Ideen im Kopf, die ich nun zu Papier bringen wollte. Mein Problem: Ich konnte mir nicht im Detail vorstellen, ob meine Ideen sich auch so realisieren lassen. Etwas auf so kleinem Raum zu konzipieren, erfordert schon ein wenig Kreativität und Einfallsreichtum. Mit Papier werde ich hier also nicht weit kommen. Mein erste Gedanke war dann, den neuen Ausbau in kleinerem Maßstab aus Pappe zu bauen.

Dann fielen mir aber CAD-Programme für den Computer ein, mit denen man Konstruktionen detailliert in 3D planen kann. Nach einiger Recherche fiel meine Wahl auf Fusion 360, weil mir hier die Einarbeitung in das Programm am leichtesten erschienen ist. Nach einigen Anläufen habe ich dann das folgende Ergebnis zu Stande gebracht:

Da dies eine maßstabsgetreue Planung ist, konnte ich nun sehen ob und wie sich meine Ideen realisieren lassen. Und tatsächlich funktionierte alles so, wie ich es mit gewünscht hatte…

Wie die Planung genau aussieht, kannst Du Dir im folgenden Video anschauen:

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Die neue Bodenplatte

Nach fertiger Planung konnte ich auch nicht mehr lange still halten und habe sofort mit dem neuen Ausbau angefangen. Los ging es mit einer neuen Bodenplatte, da die alte Platte schon viele Bohrlöcher von den alten Campingboxen hatte und diesmal die Konturen um Radkästen und Heck schön mit ausgeschnitten werden sollten.

Ich habe mich diesmal wieder für Birke Multiplex als Material entschieden, diesmal nur mit 15 mm Stärke. Die 12 mm der alten Platte waren okay, 15 mm war mir aber trotzdem diesmal lieber. Auch habe ich das Konzept der zwei Einzelplatten wieder übernommen, diesmal habe ich diese aber mit Holzdübeln verbunden und punktuell mit Sikaflex (*) verklebt. Verschraubt wurde die Bodenplatte dann wieder an den vier Verzurrösenpunkten des Dacia Dokker und an den Schraubpunkten, wo einst die Rückbank festgeschraubt war. Für letzteres habe ich kleine Stützen zurechgesägt, die unter der Bodenplatte verschraubt und wieder mit Sikaflex (*) verklebt wurden.

Im oberen Teil der Platte habe ich noch ein Rechteck ausgeschnitten, damit man hier an die Wartungsöffnung des Benzintanks kommt. Sehr wichtig für den Heizungseinbau, aber später kann ja auch hier mal eine Werkstatt ran müssen.Dann muss wenigstens nicht die ganze Bodenplatte ausgebaut werden…

Als Bodenbelag habe ich mich diesmal für Teppichboden entschieden, genau gesagt Autoteppich (*). Autoteppich hat sicherlich einige Nachteile, aber auch den großen Vorteil, das der Raumschall besser isoliert ist und ich es wohnlicher finde. Wie er sich bei Dreck, Matsch oder Feuchtigkeit schlägt wird sich zeigen. Ich finde, es ist für mich aber einen Versuch wert.

Zur Bodenplatte gibt es auch ein Video mit mehr Details:

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To be continued…

Da ich gerade mitten im Umbau bin, werde ich nach und nach die einzelnen Ausbaustufen hier ergänzen. Ich denke, dass so alle 2 bis 3 Wochen diese Seite aktualisiert wird. Schau also bald wieder vorbei!

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