MEIN AUSBAU ZUM MINICAMPER (VERSION 1)

Auf dieser Seite möchte ich meinen eigenen Minicamper vorstellen. Auch wenn im Blog die meisten einzelnen Schritte bereits veröffentlicht sind, möchte ich an dieser Stelle das ganze Projekt noch einmal zusammenfassen.

Ich werde ganz vorne anfangen, als ich meinen Dacia Dokker neu in Empfang genommen habe und sofort mit dem Ausbau zum Minicamper losgelegt habe. Von vielen Sachen habe ich bereits Videos auf meinem YouTube-Kanal, diese werde ich dann an entsprechender Stelle im Artikel verlinken. Dazu werde ich dann auch nicht so umfangreich schreiben, da die Themen in den Videos teilweise besser zu sehen und verstehen sind. Wer noch wissen möchte, wie ich überhaupt auf einen Minicamper gekommen bin, der kann das auf der Seite „Über mich“ nachlesen.

Der Dacia Dokker

Angefangen hat natürlich alles mit dem Kauf des Dacia Dokker. Warum Dacia? Ich mag halt (mittlerweile) diese Einfachheit bei Autos. Ich wollte ein unkompliziertes Fahrzeug, an dem man auch einfach Basteln kann. Hinzu kommt, dass der Dokker ein Zweitwagen ist, der jetzt nur zu bestimmten Zwecken gebraucht wird. Als Minicamper, klar, aber auch als Hundemobil für 2 Hunde und als Transportesel. Da kann ein Auto relativ schnell mal runtergerockt werden. Über 30.000 Euro wollte ich da nicht ausgeben…

Ich habe mich letztendlich für den Benziner entschieden, da wir in einer Großstadt leben und ich nicht weiß, ob das Auto als Diesel da in den nächsten Jahren noch fahren darf. Und da es einen neuen 131 PS-Motor gab, war für mich die Sache schnell klar. Also wurde es der Dacia Dokker TCe 130 GPF in der Stepway-Ausstattung. Geliefert wurde dieser nach etwas über 5 Monaten Lieferzeit dann Ende Juli 2019. Durch den neuen Motor dauerte die Lieferung etwas länger als üblich.

Meinen Dacia Dokker habe ich in einem kleinen Film vorgestellt:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die ersten Veränderungen

Lange hab ich mir nicht Zeit gelassen mich an den Dokker zu gewöhnen. Ich habe direkt in den nächsten Tagen angefangen an die hinteren Scheiben Tönungsfolie anzubringen. Hier habe ich lange mit mir gerungen, ob ich das selber mache, bis die vorgeschnittene Folien für den Dacia Dokker gefunden habe. Das zuschneiden der Folie war für mich der Knackpunkt, und mit dieser Folie konnte ich das selber realisieren. Ich habe dazu die Folie von Höllwarth Folientechnik verwendet (keine Werbung, kein Sponsor), damit hat bei mir die Tönung der Scheiben wunderbar geklappt.

Wie ich das gemacht habe, erkläre ich im folgenden Video:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Bodenplatte

Die Bodenplatte im Minicamper dient als Grundlage für den weiteren Ausbau. Gerade wenn die Rücksitze ausgebaut wurden hat man eine unebene Fläche die irgendwie stört. Als Bodenplatten kommen bei mir zwei 12mm Multiplexplatten zum Einsatz. Weniger als 12mm sollten es nicht sein, aber wenn man auf das Gesamtgewicht des Autos achtet, dann können 12mm reichen. Ist aber vom gesamten Ausbau abhängig… Warum zwei Platten und wie ich diese befestigt habe erkläre ich wieder in einem Video:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die erste Campingbox

Nachdem die Bodenplatte installiert und mit PVC bezogen war, konnte es direkt weitergehen mit dem Bau der ersten Campingbox. Insgesamt waren 3 Boxen geplant. Eine für Stromversorgung, Kühlbox (*) und Sitzplatz, eine Box mit großer Schublade und eine weitere Box für den Gaskocher (*) , Kochutensilien und Stauraum. Mit der erstgenannten Campingbox habe ich begonnen, also mit der Box, die auch die Stromversorgung beinhaltet.

Gebaut habe ich die Box aus Buche-Sperrholzplatten die mit Vierkanthölzern verbunden sind. Die Holzplatten habe ich im Baumarkt gekauft in den Maßen 120×60 cm gekauft. Ich habe mich bewusst gegen fertig zugeschnittene Platten entschieden, um beim Bau noch umplanen zu können, wenn ich ein neue Idee hatte. Oft lohnt sich der Preisvergleich beim lokalen Holzhändler, hier kann man das Holz auch schon mal günstiger bekommen.

Alle weiteren Informationen zu der Box und wie sie fertig aussieht zeige ich euch am besten wieder in bewegten Bildern:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Stromversorgung

Wie gerade schon angesprochen, habe ich in die erste Campingbox meines Minicamper die Stromversorgung untergebracht. Dazu gehört eine LiFePo4-Batterie (*) mit 50 Ah, einen Solar-Laderegler (an dem bei Bedarf eine Solartasche (*) angeschlossen werden kann) und andere Kleinteile die zur Stromverteilung und -abgabe benötigt werden.

Warum eine zusätzliche Stromversorgung? Die von mir benötigte Kühlbox (*) braucht natürlich Strom und ich möchte damit nicht die Starterbatterie des Motors belasten. Zusätzlich muss ich einen Haufen Akkus meiner Fotoausrüstung unterwegs laden können. Dann habe ich noch eine LED Lichtleiste (*) an meiner ersten Campingbox verbaut, die natürlich auch mit Strom versorgt sein will.

Natürlich kann ich auch zu diesem Thema ein Video präsentieren, wo der Aufbau vielleicht klarer wird:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Noch ein wichtiger Hinweis: Solltet ihr euch unsicher sein beim eigenen Aufbau einer Stromversorgung, dann lasst lieber die Finger davon und sucht euch Hilfe. Zu geringe Kabelquerschnitte, Kurzschlüsse oder fehlende/falsche Sicherungen können schnell einen Brand verursachen!

Die zweite Campingbox

Eigentlich wollte ich nach Campingbox 1 und der darin verbauten Stromversorgung mir eine kleine Pause gönnen. Aber ich wollte auch irgendwie weiterkommen, so dass ich sofort mit Bau der zweiten Campingbox begonnen habe.

Die zweite Box sollte in der einen Hälfte die Kochstelle mit dem Gaskocher (*) und in der anderen Hälfte Stammbaum enthalten. Zusätzlich sollte sie als kleiner Tisch für Computer und/oder iPad dienen. Aus diesem Grund ist die Höhe der Box größer als die restlichen Boxen und liegt dann oberhalb der Schlaffläche.

Die Kochstelle kann man mit einer Klappe verschliessen, die dann geschlossen als Ablagefläche und Tisch dient. Wie das ganze aussieht, zeige ich euch hier:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die dritte und letzte Campingbox

Danach fehlte noch die letzte Campingbox, die auch als Liegefläche dient und ausschliesslich Stauraum enthält. Diese habe ich entsprechend einfach gehalten. Deswegen kann ich dazu auch nicht viel schreiben und es gibt auch nur ein entsprechend kleines Video dazu:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Campingtoilette

Viele können sich auf so kleinem Raum keine Campingtoilette vorstellen oder finden es vielleicht auch ekelig. Ich persönlich finde es eklig, wenn man an Rändern von Parkplätzen in der Natur benutzte Toilettenpapierreste oder Taschentücher findet. Das geht gar nicht…

Bei Campingtoiletten gibt es unterschiedliche Arten von Toiletten, bzw. deren „Auffangtechnik“. Es z.b. gibt einfache Sitzgestelle die mit einer Tüte und Holzspänen oder Katzenstreu arbeiten oder auch die übliche Chemietoilette. Ich habe mich für eine Chemietoilette (*) entschieden, die ich aber nicht mit einem Chemiezeug befülle, sondern mit einem Sanitärzusatz auf Naturbasis (*). Dieser Zusatz enthält keinerlei Chemie oder synthetische Stoffe. In der Inhalt der Toilette kann (lt. Hersteller) bedenkenlos in der heimischen Toilette geleert werden und stört auch nicht den Prozess einer Kläranlage. Der Sanitärzusatz riecht nach Eukalytpus und ist nicht aufdringlich…man kann trotzdem noch im Minicamper schlafen 😉 .

Ich wollte von Anfang an so ein Campingklo. Ich benutze es aber nur es, falls es in der Nähe meines Stellplatzes keine andere Toilette gibt. Aufgrund des eingeschränkten Platzangebotes habe ich mir bei der Chemietoilette die kleinste Ausführung gekauft. Diese hat natürlich nicht den besten Sitzkomfort und hat nicht einen großen Tank. Für mich aber ein guter Kompromiss.

Ein Video zur Toilette habe ich euch aber erspart…

Die Liegefläche

Zwei der drei Campingboxen gehören zur Liegefläche. Es gibt dann noch zwei Bretter mit denen alle Boxen verbunden werden und dann die gesamte Liegefläche bilden. Naja, noch nicht ganz, es fehlen für die 1,95 m Liegefläche noch ein paar Zentimeter. Aus diesem Grund gibt es an der ersten Box noch ein Klappbrett, was (bei vorgeschobenen Vordersitzen) die Liegefläche verlängert.

Warum 1,95 m Liegefläche? Ich wollte die Länge bei meiner Körpergröße von 1,83 m nicht zu knapp bemessen und hatte auch die Idee als Matratze ein gutes Gästebett (*) zu nehmen. Somit hab ich nun eine Liegefläche von 195 x 75 cm.

Die Liegeposition ist im Gegensatz zu anderen Minicampern relativ hoch. Das ist der Kühlbox und der Campingtoilette geschuldet, die sich unter der Liegefläche befinden und mit ihrer Bauhöhe ein tieferes Liegen verhindern.

Die hohe Liegeposition ist sicherlich nicht jedermanns Sache, für mich passt das aber prima.

Verdunkelung der Fenster

Auch wenn ich die hinteren Fenster mit einer Folie mit 95%-Tönung versehen habe, kann man im Dunkeln, wenn im Minicamper Licht brennt hineinsehen. Ich wollte für mich hier eine zusätzliche Verdunkelungsmöglichkeit für den Abend und die Nacht haben.

Fertige Lösungen habe ich hier nicht gefunden, so dass mein Basteltrieb hier wieder zum Einsatz kam. Ich habe mir dann einfach zwei günstige Yogamatten (*) gekauft und diese passend auf die Fenster zugeschnitten. Befestigt werden diese an den Fenstern der Schiebetüren mit Saugnäpfen (*) und an den hinteren Seitenfenstern und den Heckfenstern mit Magneten (*), die mit Nylon-Reparaturband (*) fixiert wurden.

Die zugeschnittenen Matten können einfach bei Nichtgebrauch zusammengerollt und gut verstaut werden. Wenn man genau gearbeitet hat dringt durch diese Fenster keinerlei Licht mehr nach aussen.

Allerdings ist der Raum zu der Vorderscheibe noch offen, wo natürlich auch Licht von aussen zu sehen ist. Hier kann man entweder die Lösung mit den Yogamatten auch anwenden oder mit einem Vorhang zwischen „Wohnraum“ und Fahrerraum arbeiten. Letzteres habe ich gemacht.

Im Dacia Dokker sind oberhalb der Gurtbefestigungen zwei Löcher mit Stopfen verschlossen. Wenn man diese entfernt, kann man dort diese Teleskopstange (*) einsetzen. In die Endstücke habe ich einfach ein paar Schrauben zur Arretierung eingedreht. An die Stange habe ich dann einen wärmeisolierenden Verdunklungsvorhang (*) gehangen, der mit seinen Maßen ganz gut in den Minicamper passt.

Die Roomtour

Ich glaube im Groben habe ich nun den Ausbau zum Minicamper beschrieben. Nach Fertigstellung habe ich eine Roomtour durch den Minicamper als Video aufgenommen, in dem ich das Gesamtpaket noch einmal zeige und beschreibe.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Sollten sich Änderungen am Ausbau ergeben oder ich etwas Neues einbauen, dann werde ich das hier entsprechend vermerken. Aber natürlich wird es dann auch ein Video und einen Blogpost dazu geben. Schau also mal wieder rein, oder noch besser: Melde Dich an meinem Newsletter an.

Wenn Dich nochmal eine Übersicht des verwendeten Equipments oder das Ausbauzubehör interessieren, das findest Du hier und hier.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.