SCHALLISOLIERUNG DER VORDERTÜREN VOM DACIA DOKKER

Im letzten Beitrag und Video habe ich euch gezeigt, wie ich meine Hecktüren und das Dach vom Dacia Dokker mit Alubutyl (*) schallisoliert habe. Heute möchte ich euch einen kleinen Einblick geben wie ich das an den Vordertüren fortgeführt habe. Ich habe unten auch das Video zum Thema verlinkt, für den einen oder anderen ist das vielleicht einfacher aufzunehmen.

Die Demontage der Türverkleidungen

Die Verkleidungen der Tür sind, im Gegensatz zu den anderen Verkleidungen im Dokker, etwas schwerer zu demontieren. Als Werkzeug brauchen wir hier etwas um Torxschrauben zu lösen und einen Zierleistenlöser (*), der bei dem Set dabei ist, das ich im letzten Beitrag bereits erwähnt hatte. Zusätzlich sollte man ein paar Ersatzclips (*) parat haben, mit denen die Türverkleidungen zusätzlich gehalten werden. Bei der Demontage werden wahrscheinlich hier einige abbrechen. Und zuletzt braucht man noch ein Butylband (*), womit die Tür und Türverkleidung abgedichtet ist. Das montierte Band wird beim Abnehmen zerstört. Nun aber zur Demontage der Türverkleidungen. Vielleicht gibt es einfachere Methoden, so hat es aber bei mir funktioniert.

Ich habe mit der Abdeckung am Spiegeldreieck angefangen. Dazu geht man einfach mit dem Zierleistenlöser oben hinter die Abdeckung und kann diese mit wenig Kraft lösen. Unter dieser Abdeckung finden wir eine Schraube, die auch gleich entfernt werden kann. Weitere Schrauben finden wir rechts an der Türverkleidung und auch unten zwei Stück. Eine weitere Schraube gibt es im Türgriff und die letzte Schraube befindet sich im Türöffner. Diese Schraube habe ich gelöst und dann den Türöffner von der Mechanik abgenommen und entfernt. Danach habe ich den Schalter für den Fensterheber ausgebaut und die restlichen Schrauben der Verkleidung gelöst und entfernt.

Nun ist die Türverkleidung nur noch durch Clips und einer Butyldichtung verbunden. Mit dem Zierleistenentferner geht man nun zwischen Tür und Verkleidung und fängt an mit mehr Kraft die Verkleidung auszuhebeln. Am besten geht das, wenn man unten anfängt, da oben die Verkleidung nur eingegangen ist. Im Video unten habe ich das leider nicht gefilmt, da ich kein Stativ zur Hand hatte und beide Hände brauchte. Irgendwann hängt alles nur an Clips, die ich nur lösen konnte, indem ich unten an der Verkleidung stärker gezogen habe. Danach war alles gelöst und ich konnte die Türverkleidung nach oben abziehen. Wenn man sich diese nun auf der Innenseite anschaut, sieht man wahrscheinlich, dass ein paar Clips abgebrochen sind. Diese habe ich später mit den o.g. Clips ersetzt. Diese sehen zwar anders aus, passen aber prima. Auf jeden Fall ist nun der Blick auf das Türinnere frei.

Anbringen des Alubutyl

Im inneren der Tür ist ein wenig Kondenswasser gewesen, was ich abgewischt habe, damit das Alubutyl gut kleben kann. Auch habe ich die abgebrochenen Clipreste aus dem Inneren der Tür gefischt, damit diese bei der Fahrt später nicht in der Tür rumklappern. Nun habe ich das Alubutyl (was die eigentliche Schallisolierung übernimmt) verklebt, diesem Fall sogar relativ großflächig und nicht wie in den Hecktüren nur punktuell. Warum? Eine bessere Schallisolierung kann hier auch für einen besseren Klang der vorderen Lautsprecher sorgen. Also nicht der Lautsprecher wird besser, sondern der Klang an sich, da Bässe für ein Dröhnen des Bleches sorgen können und das Alubutyl entgegen wirkt. Ich habe die Lautsprecher übrigens in diesem Zuge ausgetauscht, das „Was, Warum und Wie“ erkläre ich euch aber in einem späteren Beitrag und Video.

Zurück zum Alubutyl: Ich habe einige große Stück direkt auf das Türblech geklebt, aber auch kleinere Stücke auf die nach innen gewandte Seite des Bleches. Bei letzterem sollte man aufpassen, keine Löcher für die Clips der Verkleidung zuzukleben. Leider habe ich im Video vergessen eine Vorher-Klangprobe aufzunehmen, so dass ich euch dort nur einen Vergleich der Aussenseite von Fahrer- und Beifahrertür liefern kann. Ich glaube hier hört man aber leider den tatsächlich großen Unterschied zwischen den beiden Türen nicht. Aber es lohnt sich wirklich…

Montieren der Türverkleidung

Bevor man nun die Türkleidung wieder anbringen kann, sollten, wie bereits gesagt, die angebrochenen Clips ausgetauscht werden. Danach sollte man alle Reste der alten  Butyldichtung an Tür und Türverkleidung entfernt werden. Das Butyl an der Tür lässt sich einfach mit den Fingern abrubbeln, an der Türverkleidung habe ich das mit einem Schraubenzieher gemacht. In der freigelegten Rille der Verkleidung wird nun das neue Butylband eingelegt und ein wenig angedrückt.

Dann kann die Türverkleidung wieder angebracht werden. Diese hängt man oben am Fenster wieder zuerst ein und schaut dann, ob sie genau richtig sitzt und klopft sie mit ein paar festen Schlägen wieder fest. Sollte sie nicht richtig sitzen, können hierbei wieder ein paar Clips kaputt gehen. Nun werden alle vorher gelösten Schrauben wieder angeschraubt. Der Türöffner kann wieder in die Mechanik eingehangen und angebracht werden und der Schalter für den Fensterheber kann wieder eingesetzt werden. Danach nur die Verkleidung für das Spiegeldreieck wieder anbringen. Jetzt sieht wieder alles aus wie vorher…sollte zumindest, nur die Hände sind ein wenig schmutziger. Die Tür klingt jetzt aber beim zuschlagen satter und bei Fahren weniger hohl.

Das Video zum Artikel

Auch zu diesem Beitrag habe ich auf meinem YouTube-Kanal ein Video veröffentlicht. Hier findest Du den Inhalt dieser Seite nochmal in Bewegtbildern vorgetragen. Viel Spaß!

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